In der zweiten Literaturnacht der Koreanischen Schule Bochum, die am Freitag, den 29. August 2014 statt fand, hielt der koreanische Maler Kyoung Koo Kang einen Vortrag zum Thema „Das Erbe der koreanischen Kultur“.
Er stellt die wichtigen Schriftgelehrten der konfuzianischen Schule Jeong Yak-yong (정약용) (1762-1836, Beiname: Tasan) und Kim Jeong-hui (김정희) (Beiname: Chusa) in der Joseon-Dynastie (조선 왕조) vor. Im Mittelpunkt stand die Einsiedlerei von Jeong Yak-yong in Kanghin in der Provinz Jeolla (전라도), in die er verbannt wurde und 18 Jahre schreibend und lehrend zurückgezogen lebte. Interessant an diesem Vortrag war, dass für heutige Menschen die Einsiedlereien als Reiseroute empfehlenswert sind und auf der das damalige Leben der konfuzianischen Gelehrten noch nachempfunden werden kann. Besonders beeindruckend für die Kinder unserer Schule war die Einsiedlerei Soswaewon (소쇄원) (von dem Schriftgelehrten Yang San-bo (양산보)) mit dem Bambusgarten in Damyang (담양군) in der Provinz Jeolla. Nach dem Vortrag berichtete Sinu (15 J.), ein Schüler unserer Sekundarstufe, anschaulich über seine Erfahrung in der Soswaewon, die er im April diesen Jahres mit seiner Familie besucht hatte.
Anschließend vertiefte unsere Lehrerin Frau Seon Hee Lee das Thema noch einmal besonders für die jüngeren Schüler unserer Primarstufe und Herr Kang gab allen als Highlight einen praktischen Einblick in die Kunst der Kalligrafie.
Herr Kang bekam seine künstlerische Ausbildung an dem Kyungwon University College of Fine Arts und der Sejong University Graduate School of Art, hielt Vorlesungen an verschiedenen koreanischen Hochschulen und hat seit 1994 in bisher 17 Einzelausstellungen seine Werke veröffentlicht, einige davon in Deutschland.
Herr Kang wird einen Teil seiner Werke, von denen die meisten in einem Atelier in Bochum zur kommenden Ausstellung entstanden sind, vom 17. September bis zum 3. Oktober 2014 in der Melanchthonkirche, Königsallee 46 in Bochum präsentieren.
An seiner Ausstellungseröffnung, die am Mittwoch, dem 17. September 2014, um 19:30 Uhr in der Melanchthonkirche, statt findet, werden nach seinem aufschlussreichen Vortrag sicherlich viele Eltern und Schüler der Koreanischen Schule Bochum teilnehmen. Der Besuch der Ausstellung ist übrigens kostenlos.
